Und plötzlich war der König in Gefahr.

Aktualisiert: vor 3 Tagen
Es gibt Momente, in denen einem bewusst wird, wie weit ein Gedanke tragen kann.
Für mich war es jener Augenblick im Oktober 2025 auf der Frankfurter Buchmesse. Zwischen tausenden Besucher:innen, unzähligen Neuerscheinungen und den Hallen der größten Buchmesse der Welt durfte ich mein eigenes Buch – erschienen im GOLD Verlag – vorstellen: „Früher Handy-Wahnsinn – Genialer Schachzug oder verantwortungsloses Versagen?“
Während ich dort stand, musste ich an einen Abend sechs Monate zuvor denken.
An eine Bühne in Wiesbaden.
An vier Minuten.
Und an eine einzige Frage.
„Früher Handy-Wahnsinn – Genialer Schachzug oder verantwortungsloses Versagen?“

Für einen kurzen Moment wurde es still. Nicht, weil niemand eine Meinung hatte. Sondern weil sich plötzlich viele Eltern in genau dieser Frage wiederfanden.
Vier Minuten. Mehr Zeit blieb mir nicht. Vier Minuten, um nicht über Smartphones zu sprechen, sondern über etwas, das viel wichtiger ist: unsere Kinder.
Je intensiver ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto häufiger musste ich an ein Schachbrett denken. Beim Schach ist der König weder die stärkste noch die beweglichste Figur. Und trotzdem entscheidet sich an ihm das ganze Spiel. Er wird geschützt, begleitet und niemals leichtfertig allein gelassen.
Mit unseren Kindern ist es nicht anders.
Sie brauchen Orientierung, bevor sie selbst Entscheidungen treffen. Sie brauchen Erwachsene, die sie begleiten, ihnen Grenzen aufzeigen und ihnen gleichzeitig zutrauen, ihren eigenen Weg zu gehen – Zug für Zug.
Der internationale Speaker Slam, bei dem ich im März 2025 mit dem Excellence Award ausgezeichnet wurde, war ein wichtiger Impuls. Es folgten Monate voller Gespräche mit Eltern, Expert:innen und Kindern, voller Recherche, neuer Perspektiven und vieler weiterer Fragen. Aus einer vierminütigen Rede wurde schließlich ein Buch – und aus einer provokanten Frage der Wunsch, eine gesellschaftliche Diskussion anzustoßen.
Bis heute glaube ich, dass wir häufig über Bildschirmzeiten diskutieren, obwohl es eigentlich um Vertrauen, Verantwortung und Begleitung geht.
Denn am Ende entscheidet nicht das Smartphone über die Zukunft unserer Kinder.
Entscheidend sind die Menschen, die Zug für Zug an ihrer Seite bleiben – damit der König nie alleine auf dem Schachbrett steht.
Du hast Interesse am Buch "Früher Handy-Wahnsinn - Genialer Schachzug oder verantwortunsloses Versagen?"? Dann melde dich gerne unter: christoph@ci-media.at



